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Wetter-Apps richtig lesen: Symbole, Wahrscheinlichkeiten und Modellunterschiede

Wetter-Apps verdichten riesige Datenmengen auf wenige Symbole, Zahlen und Farbfelder. Gerade diese Übersichtlichkeit führt leicht zu falschen Schlüssen: Eine Regenwolke verrät weder Dauer noch Menge, 30 Prozent Niederschlagswahrscheinlichkeit bedeuten keinen Regen während 30 Prozent des Tages, und zwei unterschiedliche Prognosen sind nicht automatisch ein Zeichen schlechter Daten. Wer die einzelnen Anzeigen auseinanderhält, erkennt Chancen, Risiken und Unsicherheiten wesentlich besser. Eine brauchbare Wetterentscheidung entsteht deshalb selten aus dem Symbol auf der Startseite. Aussagekräftiger ist die Kombination aus Stundenprognose, Niederschlagswahrscheinlichkeit, erwarteter Menge, Windböen, Radar, Warnungen und zeitlicher Entwicklung. Ebenso wichtig ist die Frage, wie aktuell die Daten sind und auf welchem Prognosemodell sie beruhen.

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