Lawinensprengung über Courmayeur live auf Polizei.news: Helikopter im Einsatz
Über den Hängen von Courmayeur kreist ein Helikopter. Unter ihm hängt eine Sprengladung. Sekunden später reisst eine Explosion die Stille auf – und eine gewaltige Schneemasse setzt sich kontrolliert in Bewegung.
Genau diesen Moment halten Polizei.news und Markenbotschafter SchneeToni live fest. Was spektakulär aussieht, ist gezielte Präventionsarbeit.
Im Hintergrund glänzt der Mont Blanc mit seinen rund 4’800 Metern über Meer im Sonnenschein. Doch die Bilder täuschen: In den vergangenen Tagen sind enorme Neuschneemengen gefallen.
Oberhalb von 2’000 Metern liegen teils mehr als zwei Meter Schnee.
Wind, Regenphasen und zusätzliche Belastung haben die Schneedecke destabilisiert. Gefährliche Schwachschichten sind entstanden.
Gezielt auslösen statt unkontrolliert abwarten
Um spontane Grosslawinen zu verhindern, greifen die Lawinendienste ein. Mehrfach fliegt der Helikopter denselben Hang an. Jede Zündung ist bewusst gesetzt. Die Sprengladungen lösen instabile Schneeschichten gezielt aus – kleinere bis mittelgrosse Lawinen gehen kontrolliert ab, bevor sich gefährliche Spannungen aufbauen können.
SchneeToni erklärt im Livestream, warum diese Arbeit entscheidend ist: Sicherheit entsteht nicht zufällig, sondern durch präzise Planung, Erfahrung und das richtige Timing.
Sonne bedeutet nicht Sicherheit
Die klare Botschaft von Polizei.news und SchneeToni: Ein blauer Himmel macht die Hänge nicht stabiler. Abseits gesicherter Pisten bleibt die Gefahr erheblich.
Wer jetzt Touren plant oder Variantenabfahrten ins Auge fasst, unterschätzt leicht die aktuelle Lage. Die massiven Schneemengen in der Höhe und die belastete Schneedecke erhöhen das Risiko für Schneebrettlawinen deutlich.
Polizei.news und SchneeToni appellieren deshalb eindringlich an Wintersportlerinnen und Wintersportler:
- Nur gesicherte und geöffnete Bereiche nutzen
- Sperrungen strikt respektieren
- Aktuelle Lawinenbulletins beachten
Lawinensprengung: Was dahintersteckt
- Warum gesprengt wird: Gezielte Lawinensprengungen dienen dem Schutz von Strassen, Siedlungen, Pisten und Infrastruktur. Sie verhindern, dass sich grosse Schneemassen unkontrolliert lösen.
- Wie eine Sprengung abläuft: Sprengladungen werden von speziell geschulten Fachleuten – häufig per Helikopter – an besonders instabilen Hängen platziert und gezündet. Die Schneemassen gehen kontrolliert ab, während gefährdete Bereiche gesperrt bleiben.
- Was das für Wintersportler bedeutet: Sperrungen sind keine „übertriebene Vorsicht“, sondern Teil eines Sicherheitskonzepts. Sie sollten unbedingt eingehalten werden.
Quelle: SchneeToni/Polizei.news
Bildquelle: SchneeToni/Polizei.news
