Ein heftiges Gewitter mit starken Niederschlägen hat in der Nacht bei Wangen an der Aare zu einem Belagsschaden auf der A1 im Baustellenbereich in Fahrtrichtung Bern geführt.
Die Reparaturarbeiten sind demnächst abgeschlossen; die Normalspur kann voraussichtlich in Kürze wieder freigegeben werden.
Starkregen kann Gebäude auch weit entfernt von Bächen, Flüssen und Seen überfluten. Kann Niederschlagswasser nicht ausreichend versickern oder von der Entwässerung aufgenommen werden, fliesst es über Strassen, Vorplätze, Gärten und Hänge ab. Besonders gefährdet sind tiefliegende Hauseingänge, Kellerfenster, Lichtschächte, Aussentreppen und Garagenrampen. Ein wirksamer Gebäudeschutz beginnt deshalb bereits beim Gelände und bei den möglichen Fliesswegen.
Für die Schweiz steht mit der Gefährdungskarte Oberflächenabfluss eine flächendeckende Grundlage zur Verfügung. Sie zeigt mögliche Abflusswege und Bereiche mit potenzieller Überflutung, ersetzt jedoch keine Beurteilung des einzelnen Grundstücks. Gute Vorsorge verbindet Geländeplanung, geschützte Gebäudeöffnungen und eine fachgerecht ausgeführte Liegenschaftsentwässerung. Mobile Barrieren können das Konzept ergänzen, sind wegen der oft kurzen Vorwarnzeit bei Starkregen jedoch nur bedingt geeignet.
Eine Kaltfront überquert heute Freitag die Schweiz von West nach Ost. Dahinter strömt in der zweiten Tageshälfte kühle und trockenere, aber anfangs noch labile Meeresluft zur Alpennordseite.
Am Wochenende dehnt sich ein Hochdruckkeil von den Britischen Inseln bis nach Mitteleuropa aus, womit eine Stabilisierung und Abtrocknung der Luft im Alpenraum einhergeht.