Ein Tief mit Zentrum über dem Nordmeer führt heute eine wenig aktive Kaltfront über die Alpennordseite hinweg ostwärts. Dahinter dehnt sich auf Donnerstag ein Hochdruckgebiet von Frankreich her bis nach Deutschland aus und bestimmt bis auf Weiteres unser Wetter.
Mit grossräumigem Absinken wird die Luftmasse abgetrocknet und erwärmt, in den unteren Luftschichten bleibt jedoch Restfeuchtigkeit zurück. Mit aufkommender Bise etabliert sich auf der Alpennordseite ein feuchter Kaltluftsee.
Auf der Vorderseite eines Tiefs mit Zentrum über dem Nordmeer wird heute Dienstag mit einer südwestlichen Höhenströmung sehr milde und trockene Luft zur Schweiz geführt. Am Mittwoch lenkt das erwähnte Tief eine schwache Kaltfront aus Westen zur Alpennordseite.
Dahinter dehnt sich auf Donnerstag ein Hochdruckgebiet von Frankreich her bis nach Deutschland aus und bestimmt bis auf Weiteres unser Wetter. Mit grossräumigem Absinken wird die Luftmasse abgetrocknet und erwärmt, in den unteren Luftschichten bleibt jedoch Restfeuchtigkeit zurück. Mit aufkommender Bise ist auf der Alpennordseite mit meist zähem Hochnebel zu rechnen.
Wenn Menschen von einer Lawine verschüttet werden, zählt jede Minute. Neben modernster Suchtechnik kommen in der Schweiz speziell ausgebildete Lawinenhunde zum Einsatz. Labrador Retriever, Border Collies und Australian Shepherds gehören zu den geeigneten Rassen. Doch nicht die Abstammung entscheidet über den Erfolg, sondern der Geruchssinn, die körperliche Belastbarkeit und die jahrelange Zusammenarbeit mit dem Hundeführer.
Die Hunde lernen, menschlichen Geruch selbst unter einer Schneedecke aufzuspüren. Dafür trainieren sie mit versteckten Personen, zugeschneiten Höhlen und realistischen Lawinenfeldern. Auch Helikopterflüge, Rotorenlärm und schwierige Wetterbedingungen gehören zur Vorbereitung. In der Schweiz organisiert die Alpine Rettung Schweiz die Ausbildung der spezialisierten Hundeteams. Bis zur Einsatzprüfung müssen Hunde und Hundeführer anspruchsvolle Ausbildungsmodule absolvieren.
Im Ernstfall werden die Rettungsteams häufig über die Rega alarmiert und mit Helikoptern zum Lawinenkegel gebracht. Dort ergänzen die Suchhunde die technische Ortung mit LVS und Recco. Besonders wertvoll sind sie, wenn Verschüttete kein sendendes Suchgerät tragen. Die erste Rettungschance liegt allerdings bei den Kameraden am Unfallort, die sofort mit der Suche beginnen können.
Ein Zwischenhoch hat sich in der Nacht auf Montag von Südfrankreich bis zum Alpenbogen ausgedehnt. Am Nachmittag und Abend streifen die Ausläufer einer Warmfront die nördlichen Landesteile.
Dahinter fliesst am Dienstag aus Südwesten sehr milde und in den mittleren und höheren Lagen trockene Luft zur Schweiz. Am Mittwoch erfasst eine schwache Kaltfront die Alpennordseite.
Sturmtief „Boelo” (ausgesprochen Bolo) zieht heute Sonntag über Nord- und Mitteleuropa. Eingelagert in eine stürmische Westströmung erreicht uns am frühen Sonntagmorgen zunächst dessen Warmfront, am Nachmittag folgt bereits die Kaltfront.
Nach kurzem Nordstau sorgt in der Nacht auf Montag ein Zwischenhoch für eine rasche Wetterberuhigung. Am Montagabend streift die nächste Warmfront die nördlichen Landesteile. Dahinter fliesst am Dienstag aus Südwesten sehr milde Luft bei zunehmendem Hochdruckeinfluss zu den Alpen.
Um punkt 12 Uhr wurde heute die Basler Herbstmesse – die grösste Vergnügungsmesse der Schweiz – eingeläutet.
Während zweier Wochen sorgen rund 460 Bahnen, Buden und Stände auf sieben Plätzen in der Basler Innenstadt für jede Menge Spass und Unterhaltung. Besondere Freude herrscht bei den Gewinnerinnen des „Goldenen Jetons“. Wegen Sturmwarnung bleiben der Petersplatz, die Rosentanlage und der Baumhain auf dem Münsterplatz am Sonntag geschlossen. Eine allfällige Wiedereröffnung gegen Abend würde entsprechend kommuniziert.
Lawinen, Murgänge und andere Naturgefahren verursachen in der Schweiz immer wieder Schäden in Millionenhöhe. Besonders die Unwetter von 2024 und die Katastrophe von Blatten 2025 zeigen, welche finanziellen Folgen solche Ereignisse haben können. Gleichzeitig steigen die öffentlichen Ausgaben für Schutzbauten, Überwachung und Prävention.
Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL beziffert die Schäden durch Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und Sturzprozesse für 2024 auf rund 905 Millionen Franken. Für 2025 werden rund 430 Millionen Franken geschätzt, wobei die Katastrophe von Blatten den grössten Anteil ausmacht. Im vergleichsweise ruhigen Jahr 2023 waren es lediglich 75 Millionen Franken.
Auch die Vorsorge wird teurer. Bund, Kantone und Gemeinden investierten 2025 rund 755 Millionen Franken in den Schutz vor Naturgefahren, gegenüber 656 Millionen im Vorjahr. Allerdings werden Lawinenschäden in der genannten WSL-Unwetterstatistik nicht erfasst. Ein genereller jährlicher Anstieg sämtlicher Lawinen- und Murgangschäden lässt sich daraus nicht ableiten.
Das Sturmtief „Austen” zieht vom Ärmelkanal Richtung Dänemark, und wir kommen in einer zunehmend starken Südwestströmung in dessen Einflussbereich. Gegen Abend führt es eine zum Tief gehörende Kaltfront über die Alpennordseite hinweg. Auf dessen Rückseite dreht die Strömung auf Nordwest.
Am Freitagabend und Samstag fliesst kühle und labil geschichtete Luft zur Schweiz. Auf Sonntag nähert sich das nächste Sturmtief namens „Boelo” den Britischen Inseln, eine starke bis stürmische Südwest- bis Westströmung erreicht die Schweiz. Das Sturmtief führt in der Nacht zum Sonntag eine Warmfront aus Westen über uns hinweg, am Sonntag folgt die aktive Kaltfront.
Eine Sturmwarnung macht aus scheinbar harmlosen Balkonmöbeln, Pflanzgefässen und Dekorationen mögliche Gefahren. Besonders leichte, grossflächige oder schlecht befestigte Gegenstände können von Böen erfasst, gegen Fenster geschleudert oder über das Geländer getragen werden.
Entscheidend ist deshalb nicht allein das Gewicht eines Gegenstands. Auch seine Form, die Angriffsfläche für den Wind, der Standort und die Qualität seiner Befestigung bestimmen, ob er sicher stehen bleibt. Der Balkon sollte kontrolliert werden, solange das Wetter noch ruhig ist und gefahrloses Arbeiten möglich bleibt.
Kündigt sich Frost an, sollten Hausbesitzer zuerst alle wasserführenden Leitungen kontrollieren, die ausserhalb der beheizten Gebäudehülle liegen. Besonders gefährdet sind Aussenwasserhähne, Gartenleitungen, Bewässerungsanlagen sowie Anschlüsse in ungeheizten Garagen, Kellern und Gartenhäusern.
Entscheidend ist nicht allein die sichtbare Armatur. Häufig gefriert das Wasser in einem dahinterliegenden Leitungsabschnitt, einem Ventil oder einer Kupplung. Die Kontrolle sollte deshalb vom Aussenhahn bis zum zugehörigen Absperr- und Entleerungsventil im Gebäude führen.
Sinkt die Sichtweite im Herbstnebel unter 50 Meter, reicht das Tagfahrlicht nicht aus. In der Schweiz gehört das Abblendlicht manuell eingeschaltet; bei stark eingeschränkter Sicht können Nebelscheinwerfer und die Nebelschlussleuchte hinzukommen. Fernlicht ist dagegen ungeeignet, weil es von den feinen Wassertröpfchen zurückgeworfen wird und die eigene Sicht verschlechtern kann.
Entscheidend ist nicht möglichst viel Licht, sondern die richtige Kombination. Das Fahrzeug muss von vorne und hinten erkennbar sein, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Sobald der Nebel dünner wird, müssen besonders die sehr helle Nebelschlussleuchte und nicht mehr benötigte Nebelscheinwerfer wieder ausgeschaltet werden.
Die Regenwahrscheinlichkeit gehört zu den meistbeachteten und zugleich am häufigsten missverstandenen Angaben einer Wetter-App. Eine Anzeige von 30 Prozent bedeutet weder, dass es während 30 Prozent des Tages regnet, noch dass 30 Prozent einer Region nass werden.
Richtig gelesen beschreibt der Wert die Wahrscheinlichkeit, dass an einem bestimmten Ort innerhalb des angegebenen Zeitraums messbarer Niederschlag fällt. Für eine verlässliche Planung müssen zusätzlich Zeitraum, Niederschlagsmenge, Wetterlage, Radarbild und mögliche Warnungen berücksichtigt werden.
Wenn eine Lawine Strassen, Bahnlinien oder ganze Geländepassagen verschüttet, beginnt für Rettungskräfte und Räumungsteams ein anspruchsvoller Einsatz. Rettungshelikopter, elektronische Suchsysteme, Bagger, Radlader und leistungsstarke Schneefräsen übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge: Zuerst müssen Menschen gerettet und weitere Gefahren beurteilt werden, erst danach können schwere Maschinen die Schneemassen beseitigen.
Lawinenablagerungen bestehen häufig aus stark verdichtetem Schnee, Eisbrocken, Steinen und mitgerissenem Holz. Ein gewöhnlicher Schneepflug reicht deshalb vielerorts nicht aus. Welche Maschinen eingesetzt werden, hängt von der Lage, der Verschüttungstiefe, den Zufahrtsmöglichkeiten und der Gefahr weiterer Lawinen ab.
In der Schweiz sind solche Einsätze besonders auf Alpenpässen, bei Bergbahnen und entlang gefährdeter Bahnstrecken wichtig. Während Rega und Alpine Rettung Schweiz für die Menschenrettung zuständig sind, übernehmen später spezialisierte Unternehmen und die Strassen- beziehungsweise Bahndienste die Räumarbeiten. Vor jeder Arbeitsphase muss beurteilt werden, ob der betroffene Bereich ausreichend gesichert ist.
Ein Zwischenhoch sorgte am Donnerstag für eine Wetterberuhigung. Am Freitag gelangen wir in den Einflussbereich des Sturmtiefs "Austen", welches vom Ärmelkanal Richtung Dänemark zieht.
Dabei erfasst sein Sturmfeld auch die Schweiz, und die zum Tief gehörende Kaltfront zieht über die Alpennordseite hinweg. Auf der Rückseite der Front staut sich am Samstag kühlere und feuchte Luft am Alpennordhang, bevor am Sonntag bereits das nächste Frontensystem unser Land erfasst.
Bei einer Veranstaltung im Freien gehört das Wetter nicht nur in den Schlechtwetterplan, sondern als eigenständiges Risiko ins Sicherheitskonzept. Festgelegt werden müssen relevante Wettergefahren, Informationsquellen, Verantwortlichkeiten, Grenzwerte, Schutzmassnahmen und eindeutige Entscheidungen über Unterbruch, Räumung oder Absage.
Das Konzept muss so konkret sein, dass die Einsatzleitung auch unter Zeitdruck handeln kann. Allgemeine Formulierungen wie „bei schlechtem Wetter wird reagiert“ reichen nicht. Entscheidend sind nachvollziehbare Abläufe: Wer beobachtet die Lage, wer entscheidet, wie werden Helfer und Publikum informiert und wohin können sich Menschen sicher begeben?
Bei einem Event unter freiem Himmel ist Regen nicht nur eine Frage der Kleidung. Nasse Wege, veränderte Eingänge, gesperrte Parkflächen und kurzfristig verschobene Programmpunkte beeinflussen die gesamte Anreise. Der Veranstalter sollte deshalb vorab klar erklären, ob der Anlass stattfindet und welche Bedingungen vor Ort gelten.
Eine hilfreiche Wetterinformation beantwortet die praktischen Fragen der Besucher: Wann fällt der Entscheid über die Durchführung? Welche Zugänge bleiben offen? Wo befinden sich gedeckte Bereiche? Und über welchen Kanal werden kurzfristige Änderungen bekannt gegeben? Eine einzige aktuelle Informationsseite verhindert widersprüchliche Mitteilungen.
Am Weisshorn oberhalb von Randa im Wallis bleibt die Gefahr eines grösseren Gletscherabbruchs bestehen. Rund 250'000 Tonnen Eis bewegen sich am Hängegletscher Weisshorn Ost mit bis zu 20 Zentimetern pro Tag talwärts. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit rückt eine zusätzliche Gefahr in den Vordergrund: Ein Eisabbruch könnte grosse Schneemassen mitreissen und eine mächtige Lawine auslösen.
Naturgefahreningenieur Norbert Carlen vom Kanton Wallis bestätigt die anhaltenden Bewegungen des instabilen Eiskörpers. Besonders entscheidend wird nun, wie viel Schnee sich auf dem unterhalb liegenden Bisgletscher ansammelt. Bei ungünstiger Schneelage könnte ein Eissturz eine Kettenreaktion auslösen, deren Auswirkungen über einen gewöhnlichen Gletscherabbruch hinausgehen.
Die Gemeinde Randa überwacht den Hängegletscher bereits seit Ende Juni verstärkt. Am 24. August wurde die Überwachung nach mehreren Eisabbrüchen auf Stufe 3 erhöht. Der gefährdete Bereich bleibt gesperrt. Die bisherige Einschätzung der Behörden sieht das Siedlungsgebiet nicht als unmittelbar gefährdet an, während für Wandernde und andere Personen innerhalb des Gefahrenperimeters erhebliche Risiken bestehen.
Eine Tiefdruckrinne erstreckt sich von Island über die Britischen Inseln und den Alpenraum südostwärts bis zur Adria. In den höheren Luftschichten fliesst aus Süden feuchtlabile Luft zu den Alpen.
Gleichzeitig strömt aus Westen feuchte Polarluft zur Alpennordseite. Am Donnerstag bringt ein Zwischenhoch vorübergehend eine Wetterberuhigung, bevor wir am Freitag in den Einflussbereich des Sturmtiefs Austen gelangen, welches nördlich der Schweiz durchzieht.