Allgemein

Lawinenhunde: Welche Rassen Leben retten und wie sie trainiert werden

Wenn Menschen von einer Lawine verschüttet werden, zählt jede Minute. Neben modernster Suchtechnik kommen in der Schweiz speziell ausgebildete Lawinenhunde zum Einsatz. Labrador Retriever, Border Collies und Australian Shepherds gehören zu den geeigneten Rassen. Doch nicht die Abstammung entscheidet über den Erfolg, sondern der Geruchssinn, die körperliche Belastbarkeit und die jahrelange Zusammenarbeit mit dem Hundeführer. Die Hunde lernen, menschlichen Geruch selbst unter einer Schneedecke aufzuspüren. Dafür trainieren sie mit versteckten Personen, zugeschneiten Höhlen und realistischen Lawinenfeldern. Auch Helikopterflüge, Rotorenlärm und schwierige Wetterbedingungen gehören zur Vorbereitung. In der Schweiz organisiert die Alpine Rettung Schweiz die Ausbildung der spezialisierten Hundeteams. Bis zur Einsatzprüfung müssen Hunde und Hundeführer anspruchsvolle Ausbildungsmodule absolvieren. Im Ernstfall werden die Rettungsteams häufig über die Rega alarmiert und mit Helikoptern zum Lawinenkegel gebracht. Dort ergänzen die Suchhunde die technische Ortung mit LVS und Recco. Besonders wertvoll sind sie, wenn Verschüttete kein sendendes Suchgerät tragen. Die erste Rettungschance liegt allerdings bei den Kameraden am Unfallort, die sofort mit der Suche beginnen können.

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555 Jahre Herbstmesse: 460 Attraktionen und neue Bahnen, Sonntag Sturmsperrungen

Um punkt 12 Uhr wurde heute die Basler Herbstmesse – die grösste Vergnügungsmesse der Schweiz – eingeläutet. Während zweier Wochen sorgen rund 460 Bahnen, Buden und Stände auf sieben Plätzen in der Basler Innenstadt für jede Menge Spass und Unterhaltung. Besondere Freude herrscht bei den Gewinnerinnen des „Goldenen Jetons“. Wegen Sturmwarnung bleiben der Petersplatz, die Rosentanlage und der Baumhain auf dem Münsterplatz am Sonntag geschlossen. Eine allfällige Wiedereröffnung gegen Abend würde entsprechend kommuniziert.

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Lawinen und Murgänge: Naturgefahren kosten die Schweiz immer mehr

Lawinen, Murgänge und andere Naturgefahren verursachen in der Schweiz immer wieder Schäden in Millionenhöhe. Besonders die Unwetter von 2024 und die Katastrophe von Blatten 2025 zeigen, welche finanziellen Folgen solche Ereignisse haben können. Gleichzeitig steigen die öffentlichen Ausgaben für Schutzbauten, Überwachung und Prävention. Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL beziffert die Schäden durch Hochwasser, Murgänge, Rutschungen und Sturzprozesse für 2024 auf rund 905 Millionen Franken. Für 2025 werden rund 430 Millionen Franken geschätzt, wobei die Katastrophe von Blatten den grössten Anteil ausmacht. Im vergleichsweise ruhigen Jahr 2023 waren es lediglich 75 Millionen Franken. Auch die Vorsorge wird teurer. Bund, Kantone und Gemeinden investierten 2025 rund 755 Millionen Franken in den Schutz vor Naturgefahren, gegenüber 656 Millionen im Vorjahr. Allerdings werden Lawinenschäden in der genannten WSL-Unwetterstatistik nicht erfasst. Ein genereller jährlicher Anstieg sämtlicher Lawinen- und Murgangschäden lässt sich daraus nicht ableiten.

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Sturm auf dem Balkon: Welche Gegenstände vor der Warnung sichern?

Eine Sturmwarnung macht aus scheinbar harmlosen Balkonmöbeln, Pflanzgefässen und Dekorationen mögliche Gefahren. Besonders leichte, grossflächige oder schlecht befestigte Gegenstände können von Böen erfasst, gegen Fenster geschleudert oder über das Geländer getragen werden. Entscheidend ist deshalb nicht allein das Gewicht eines Gegenstands. Auch seine Form, die Angriffsfläche für den Wind, der Standort und die Qualität seiner Befestigung bestimmen, ob er sicher stehen bleibt. Der Balkon sollte kontrolliert werden, solange das Wetter noch ruhig ist und gefahrloses Arbeiten möglich bleibt.

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Frostwarnung: Diese Aussenleitungen am Haus zuerst kontrollieren

Kündigt sich Frost an, sollten Hausbesitzer zuerst alle wasserführenden Leitungen kontrollieren, die ausserhalb der beheizten Gebäudehülle liegen. Besonders gefährdet sind Aussenwasserhähne, Gartenleitungen, Bewässerungsanlagen sowie Anschlüsse in ungeheizten Garagen, Kellern und Gartenhäusern. Entscheidend ist nicht allein die sichtbare Armatur. Häufig gefriert das Wasser in einem dahinterliegenden Leitungsabschnitt, einem Ventil oder einer Kupplung. Die Kontrolle sollte deshalb vom Aussenhahn bis zum zugehörigen Absperr- und Entleerungsventil im Gebäude führen.

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Herbstnebel auf der Strasse: Das richtige Licht unter 50 Metern Sicht

Sinkt die Sichtweite im Herbstnebel unter 50 Meter, reicht das Tagfahrlicht nicht aus. In der Schweiz gehört das Abblendlicht manuell eingeschaltet; bei stark eingeschränkter Sicht können Nebelscheinwerfer und die Nebelschlussleuchte hinzukommen. Fernlicht ist dagegen ungeeignet, weil es von den feinen Wassertröpfchen zurückgeworfen wird und die eigene Sicht verschlechtern kann. Entscheidend ist nicht möglichst viel Licht, sondern die richtige Kombination. Das Fahrzeug muss von vorne und hinten erkennbar sein, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Sobald der Nebel dünner wird, müssen besonders die sehr helle Nebelschlussleuchte und nicht mehr benötigte Nebelscheinwerfer wieder ausgeschaltet werden.

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Wie liest man die Regenwahrscheinlichkeit in einer Wetter-App richtig?

Die Regenwahrscheinlichkeit gehört zu den meistbeachteten und zugleich am häufigsten missverstandenen Angaben einer Wetter-App. Eine Anzeige von 30 Prozent bedeutet weder, dass es während 30 Prozent des Tages regnet, noch dass 30 Prozent einer Region nass werden. Richtig gelesen beschreibt der Wert die Wahrscheinlichkeit, dass an einem bestimmten Ort innerhalb des angegebenen Zeitraums messbarer Niederschlag fällt. Für eine verlässliche Planung müssen zusätzlich Zeitraum, Niederschlagsmenge, Wetterlage, Radarbild und mögliche Warnungen berücksichtigt werden.

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Nach der Lawine: Diese Spezialmaschinen kommen zum Einsatz

Wenn eine Lawine Strassen, Bahnlinien oder ganze Geländepassagen verschüttet, beginnt für Rettungskräfte und Räumungsteams ein anspruchsvoller Einsatz. Rettungshelikopter, elektronische Suchsysteme, Bagger, Radlader und leistungsstarke Schneefräsen übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge: Zuerst müssen Menschen gerettet und weitere Gefahren beurteilt werden, erst danach können schwere Maschinen die Schneemassen beseitigen. Lawinenablagerungen bestehen häufig aus stark verdichtetem Schnee, Eisbrocken, Steinen und mitgerissenem Holz. Ein gewöhnlicher Schneepflug reicht deshalb vielerorts nicht aus. Welche Maschinen eingesetzt werden, hängt von der Lage, der Verschüttungstiefe, den Zufahrtsmöglichkeiten und der Gefahr weiterer Lawinen ab. In der Schweiz sind solche Einsätze besonders auf Alpenpässen, bei Bergbahnen und entlang gefährdeter Bahnstrecken wichtig. Während Rega und Alpine Rettung Schweiz für die Menschenrettung zuständig sind, übernehmen später spezialisierte Unternehmen und die Strassen- beziehungsweise Bahndienste die Räumarbeiten. Vor jeder Arbeitsphase muss beurteilt werden, ob der betroffene Bereich ausreichend gesichert ist.

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Veranstaltung und Wetter: Was ins Sicherheitskonzept gehört

Bei einer Veranstaltung im Freien gehört das Wetter nicht nur in den Schlechtwetterplan, sondern als eigenständiges Risiko ins Sicherheitskonzept. Festgelegt werden müssen relevante Wettergefahren, Informationsquellen, Verantwortlichkeiten, Grenzwerte, Schutzmassnahmen und eindeutige Entscheidungen über Unterbruch, Räumung oder Absage. Das Konzept muss so konkret sein, dass die Einsatzleitung auch unter Zeitdruck handeln kann. Allgemeine Formulierungen wie „bei schlechtem Wetter wird reagiert“ reichen nicht. Entscheidend sind nachvollziehbare Abläufe: Wer beobachtet die Lage, wer entscheidet, wie werden Helfer und Publikum informiert und wohin können sich Menschen sicher begeben?

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Event bei Regen: Diese Informationen gehören vorab veröffentlicht

Bei einem Event unter freiem Himmel ist Regen nicht nur eine Frage der Kleidung. Nasse Wege, veränderte Eingänge, gesperrte Parkflächen und kurzfristig verschobene Programmpunkte beeinflussen die gesamte Anreise. Der Veranstalter sollte deshalb vorab klar erklären, ob der Anlass stattfindet und welche Bedingungen vor Ort gelten. Eine hilfreiche Wetterinformation beantwortet die praktischen Fragen der Besucher: Wann fällt der Entscheid über die Durchführung? Welche Zugänge bleiben offen? Wo befinden sich gedeckte Bereiche? Und über welchen Kanal werden kurzfristige Änderungen bekannt gegeben? Eine einzige aktuelle Informationsseite verhindert widersprüchliche Mitteilungen.

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250'000 Tonnen Eis über Randa – Neuschnee erhöht die Lawinengefahr

Am Weisshorn oberhalb von Randa im Wallis bleibt die Gefahr eines grösseren Gletscherabbruchs bestehen. Rund 250'000 Tonnen Eis bewegen sich am Hängegletscher Weisshorn Ost mit bis zu 20 Zentimetern pro Tag talwärts. Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit rückt eine zusätzliche Gefahr in den Vordergrund: Ein Eisabbruch könnte grosse Schneemassen mitreissen und eine mächtige Lawine auslösen. Naturgefahreningenieur Norbert Carlen vom Kanton Wallis bestätigt die anhaltenden Bewegungen des instabilen Eiskörpers. Besonders entscheidend wird nun, wie viel Schnee sich auf dem unterhalb liegenden Bisgletscher ansammelt. Bei ungünstiger Schneelage könnte ein Eissturz eine Kettenreaktion auslösen, deren Auswirkungen über einen gewöhnlichen Gletscherabbruch hinausgehen. Die Gemeinde Randa überwacht den Hängegletscher bereits seit Ende Juni verstärkt. Am 24. August wurde die Überwachung nach mehreren Eisabbrüchen auf Stufe 3 erhöht. Der gefährdete Bereich bleibt gesperrt. Die bisherige Einschätzung der Behörden sieht das Siedlungsgebiet nicht als unmittelbar gefährdet an, während für Wandernde und andere Personen innerhalb des Gefahrenperimeters erhebliche Risiken bestehen.

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Lawinen und Murgänge: Wie automatische Alarmanlagen Menschenleben schützen

Wenn eine Lawine ins Tal donnert oder ein Murgang durch einen Wildbach rast, bleiben oft nur Sekunden oder wenige Minuten für eine Reaktion. Moderne Alarmanlagen können solche Naturereignisse automatisch erkennen und gefährdete Strassen, Bahnlinien oder Wanderwege sperren. In der Schweiz kommen dafür Radargeräte, Erschütterungssensoren und digitale Überwachungssysteme zum Einsatz. Doch wie funktioniert diese Technik, und wie zuverlässig ist sie? Die Anlagen überwachen gefährdete Hänge und Bachläufe rund um die Uhr. Sobald Sensoren ungewöhnliche Bewegungen registrieren, überprüft eine elektronische Steuerung die Messwerte. Erkennt das System eine Lawine oder einen Murgang, kann es unmittelbar Warnleuchten, Sirenen oder automatische Strassensperren aktivieren. Gleichzeitig werden je nach Anlage die zuständigen Sicherheitsdienste benachrichtigt. Besonders in den Schweizer Alpen haben solche Warnsysteme eine wichtige Bedeutung. Das Lawinenradar in Elm im Kanton Glarus und die Murgangüberwachung am Illgraben im Wallis zeigen, wie unterschiedliche Technologien eingesetzt werden. Allerdings können die Anlagen weder jedes Naturereignis vorhersagen noch einen vollständigen Schutz garantieren.

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Wenn das Wetter den Flugverkehr ausbremst

Nebel, Schnee, Gewitter und starker Wind können den Flugverkehr erheblich beeinflussen. Selbst moderne Verkehrsflugzeuge sind auf geeignete Wetterbedingungen angewiesen, während Flughäfen ihre Betriebsabläufe laufend anpassen müssen. Besonders an den Flughäfen Zürich, Genf und Basel können ungünstige Wetterlagen Verspätungen, Flugumleitungen und Annullierungen auslösen. Dabei ist nicht jede Wetterlage gleich problematisch. Während Flugzeuge dank moderner Instrumentenlandesysteme auch bei dichtem Nebel landen können, führen Gewitter mitunter zu einem vollständigen Unterbruch der Bodenabfertigung. Im Winter beanspruchen Schneeräumung und Flugzeugenteisung zusätzliche Zeit. Für Reisende sind die Auswirkungen häufig erst an den Anzeigetafeln sichtbar. Hinter den Kulissen überwachen Wetterdienste, Flugsicherung und Flughafenpersonal die Entwicklung jedoch laufend. Am Flughafen Zürich liefert MeteoSchweiz rund um die Uhr wichtige Messdaten und kurzfristige Prognosen für einen sicheren Flugbetrieb.

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Lawine oder Murgang: Warum sich beide Naturgewalten so ähnlich sind

Lawinen und Murgänge gehören zu den gefährlichsten Massenbewegungen in den Schweizer Alpen. Beide können plötzlich entstehen, mit gewaltiger Kraft talwärts rasen und ganze Verkehrswege oder Gebäude verschütten. Trotzdem unterscheiden sie sich grundlegend: Während eine Schneelawine hauptsächlich aus Schnee besteht, transportiert ein Murgang ein Gemisch aus Wasser, Schlamm, Geröll und Felsblöcken. Die Ähnlichkeit liegt vor allem in der Bewegung. Beide Naturereignisse werden durch die Schwerkraft angetrieben, beschleunigen im steilen Gelände und können zusätzliches Material mitreissen. Besonders grosse Kräfte entstehen, wenn die bewegten Massen auf Hindernisse treffen. Nassschneelawinen und Murgänge können sich dabei in ihrem Fliessverhalten erstaunlich ähnlich sein. Für die Schweiz ist diese Unterscheidung wichtig. Im Wallis, in Graubünden, im Berner Oberland und in weiteren Alpenregionen befinden sich Siedlungen und Verkehrswege unterhalb steiler Hänge und Wildbäche. Die Gefahren können sich zudem überschneiden, etwa wenn ein Felssturz nachfolgende Murgänge auslöst. Unterschiedliche Schutzmassnahmen müssen deshalb aufeinander abgestimmt werden.

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Winter 2026/27: Die ersten Prognosen deuten auf einen milden Winter hin

Wie kalt wird der kommende Winter in der Schweiz? Gibt es endlich wieder ausgiebige Schneefälle bis ins Mittelland oder setzt sich die Serie milder Winter fort? Die neuesten saisonalen Wettermodelle vom Oktober 2026 liefern erste Hinweise. Für weite Teile Europas zeichnet sich eine Tendenz zu überdurchschnittlichen Temperaturen ab. In der Schweiz könnte der Winter 2026/27 deshalb insgesamt eher mild ausfallen – kräftige Kälteeinbrüche und ergiebige Schneefälle bleiben dennoch möglich. Der europäische Klimadienst Copernicus hat seine aktuellen Saisonprognosen am 10. Oktober veröffentlicht. Die verschiedenen Wettermodelle bevorzugen für grosse Teile Europas überdurchschnittliche Temperaturen. Auch bei den Niederschlägen gibt es in zahlreichen Regionen Hinweise auf überdurchschnittliche Mengen. Daraus lässt sich allerdings noch nicht ableiten, ob die Schweiz einen schneereichen oder schneearmen Winter erlebt. Besonders interessant ist diese Entwicklung für das Schweizer Mittelland und die Alpen. Während in Zürich, Bern oder Basel schon wenige Grad über Schnee oder Regen entscheiden können, bleiben höhere Bergregionen auch während milder Wetterphasen winterlich. Für Skigebiete in Graubünden, im Wallis und im Berner Oberland wird entscheidend sein, wann die Niederschläge eintreffen und wie hoch die Schneefallgrenze liegt.

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Weinernte in Deutschland liegt voraussichtlich 4 % unter dem Mittel der Vorjahre

Die Weinbaubetriebe in Deutschland erwarten für 2026 eine um 0,3 Millionen Hektoliter beziehungsweise 4 % niedrigere Ernte als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) basierend auf der zweiten Schätzung zum 20. September 2026 mitteilt, wird die Erntemenge voraussichtlich bei 8,0 Millionen Hektolitern Weinmost liegen. Gegenüber dem Vorjahr mit 7,7 Millionen Hektolitern entspricht die erwartete Erntemenge einer Zunahme um 5 %. Die Ernteschätzungen beruhen auf Angaben freiwilliger Berichterstatter und Berichterstatterinnen über die von ihnen erwarteten Weinmosterträge. Im weiteren Vegetationsverlauf können sich die erwarteten Erntemengen in Abhängigkeit von der Witterung, lokal auftretenden Wetterereignissen, Pflanzenkrankheiten und Schädlingen noch ändern.

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Weniger Schnee, mehr Gefahr: Die Lawinen der Zukunft

Der laufende Klimawandel verändert die Lawinengefahr in den Schweizer Alpen grundlegend. Obwohl in vielen Regionen künftig weniger Schnee liegen wird, können im Hochgebirge besonders mächtige Lawinen entstehen. Intensive Schneefälle, steigende Temperaturen und instabile Gletscher schaffen neue Risiken. Forschende des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF erwarten vor allem eine Zunahme von Nassschneelawinen. Die Entwicklung erscheint zunächst widersprüchlich: Wenn es wärmer wird und die Schneedecke schrumpft, müssten Lawinen eigentlich seltener werden. Tatsächlich rechnen Forschende langfristig mit weniger trockenen Schneelawinen. In hohen Lagen können jedoch heftige Niederschläge weiterhin gewaltige Schneemassen aufbauen. Gleichzeitig verändern Regen und Tauwetter die Stabilität bestehender Schneedecken. Für die Schweiz hat diese Entwicklung erhebliche Bedeutung. Besonders im Wallis, in Graubünden und im Berner Oberland liegen Siedlungen, Verkehrswege, Bergbahnen und SAC-Hütten unterhalb steiler Lawinenhänge. Die bisherigen Gefahrenzonen müssen deshalb auch künftig überprüft werden. Dabei geht es nicht nur um häufigere Nassschneelawinen, sondern ebenso um seltene Extremereignisse mit grosser Zerstörungskraft.

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Rutschgefahr im Herbst: Warum nasses Laub auf Schweizer Strassen gefährlich wird

Im Herbst können selbst vertraute Strassen plötzlich gefährlich werden. Nasses Laub bildet auf Asphalt, Velowegen und Trottoirs eine rutschige Schicht, die den Bremsweg verlängern und die Bodenhaftung deutlich reduzieren kann. Besonders in Kurven, auf Gefällstrecken und unter Bäumen ist Vorsicht geboten. Mit einer angepassten Fahrweise lassen sich viele gefährliche Situationen vermeiden. Nach Regen oder in feuchten Herbstnächten sammeln sich Blätter auf der Fahrbahn. Werden sie von Fahrzeugen zusammengepresst, entsteht eine glatte Oberfläche. Besonders Motorrad- und Velofahrer können beim Bremsen oder Einlenken die Kontrolle verlieren. Auch Autofahrer müssen damit rechnen, dass ihre Reifen auf laubbedeckten Abschnitten weniger zuverlässig greifen. In der Schweiz betrifft diese Gefahr vor allem bewaldete Kantonsstrassen, Quartierstrassen, Schulwege und wenig befahrene Nebenstrecken. Besonders tückisch sind schattige Abschnitte, auf denen die Feuchtigkeit lange bestehen bleibt. Neben einer angepassten Geschwindigkeit helfen grössere Sicherheitsabstände und vorausschauendes Fahren, Unfälle zu verhindern.

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